Das Serama-Huhn: Qualitätsklasssen

Körperhaltung / Pose

Seramas haben eine für sie charakteristisch stolze, majestätische und souveräne Haltung.
Sie zeichnet sich aus durch:

  • senkrecht stehende, üppige Schwanzfedern
  • nahezu senkrecht nach unten stehende Flügel
  • eine stolz geschwollene Brust

Die für Seramas typische und markante Pose: Brust raus, Kopf hoch (fast die steil aufgerichteten Schwanzfedern berührend), Flügel senkrecht nach unten.

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Farben

Typische Farben gibt es bei Seramas nicht. Es existieren über 2500 dokumentierte Farbvarianten, tatsächlich dürften es also sogar noch deutlich mehr sein.
Ursache für die farbenfrohe Serama-Welt ist der Umstand, dass ursprünglich nicht gezielt auf eine Farbe gezüchtet wurde. So lässt sich in der Regel nicht von den Faben der Elterntiere auf die Farbe der Küken schließen. Einige niederländische Züchter versuchen mittlerweile, die Farbgenetik der Seramas zu entschlüsseln und neben den Hauptmerkmalen der Seramas (Typ, Charakter, Größe) auch auf Farbe zu züchten. Dies wurde notwendig, um die Seramas in den westlichen Ländern als Rasse anerkennen zu lassen. Ende 2008 wurden diese Bemühungen das erste mal von Erfolg gekrönt: die weißen Seramas haben in den Niederlanden die Rasseanerkennung erhalten.

Lebenszyklus

  • Nach einer Brutdauer von 18 – 21 Tagen (i.d.R. 20 Tagen) erblicken Serama-Küken das Licht der Welt.
  • Das Geschlecht lässt sich nach wenigen Wochen anhand des Kehllappens und des Kamms bestimmen.

Bei Hähnen sind die Kehllappen schneller sichtbar und färben sich deutlich rot. Auch der Kamm bildet sich schon früh prägnanter und intensiver gefärbt aus. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen – es gibt Hennen mit sehr großen Kämmen, die erst als solche erkannt werden, wenn sie anfangen Eier zu legen. Umgekehrt gibt es auch Hähne mit ausgeprägten Hennenmerkmalen, die irgendwann anfangen zu krähen. Aber diese “getarnten” Hennen und Hähne sind eher die Ausnahme.

  • Mit ca. 15 Wochen sind Hennen legereif. Je dunkler die Hennen gehalten werden, desto länger kann das erste Ei auf sich warten lassen.
  • Mit 16-18 Wochen sind Seramas ausgewachsen.
  • Die Lebenserwartung beträgt ca. 8 Jahre

Gelege

Seramas legen ganzjährig Eier und haben keine besondere Legesaison. Ein Gelege besteht aus ca. 8 Eiern.
Ein Ei wiegt etwa 20 g (zum Vergleich: ein klassisches Hühnerei wiegt zwischen 53 g (Gewichtsklasse S) und mehr als 73 g (Gewichtsklasse XL))

Die Eier (befruchtete wie unbefruchtete) können gegessen werden.
Befruchtete Eier werden ab und zu auch zum Verkauf angeboten. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die Schlupfquote der Seramas mit 20 – 30% eher niedrig ist und der Transport der Eier diese noch vermindern kann. Da es sich bei den Seramas außerdem auch um eine “noch nicht fertige” Rasse handelt (es gibt z.B. den Zuchtstandard der WSF), werden i.d.R. keine Eier sondern nur ausgewachsene Tiere verkauft. Mit den Tieren, die dem Zuchtstandard (Typ, Verhalten, Größe, Schlupfquote) am nächsten kommen, wird die Rasse der Serama gefestigt und weiter aufgebaut.

Verhalten und Charakter

Seramas sind sehr zahm, anhänglich und zutraulich.
Zudem sind sie neugierig, in gewohnter Umgebung äußerst selbstsicher und weder aggressiv noch hektisch.

Man kann sagen, sie sind echte kleine „Persönlichkeiten“, die an ihren Menschen hängen. Daher sind Sie als Haustiere sehr beliebt und auch für Kinder ab etwa 4 Jahre geeignet.
Seramas vertragen sich gut mit anderen Hühnerrassen. Auch untereinander sind sie sehr friedlich.

Weitere Eigenschaften

Das Krähen von Serama-Hähnen ist wesentlich leiser als das anderer Zwerghuhnrassen.
Seramas haben eine Art Dauermauser. Sie verlieren jeden Tag ein paar Federn.

Seramas fliegen i.d.R. nicht – das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch unter den Seramas Vertreter gibt, die es sich in den Kopf setzen, einen Baum zu erklimmen oder aber mal Nachbars Garten genauer unter die Lupe – besser gesagt Schnabel ;-)) – zu nehmen.

Quelle Internet  . . .